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Akkus in der Medizintechnik: Einsatz, Anforderungen & richtige Auswahl

Mobile Medizintechnik braucht zuverlässige Energie

Patientenmonitor, Defibrillator, Infusionspumpe, Spritzenpumpe oder Patientenlifter: Viele medizinische Geräte müssen auch dann zuverlässig funktionieren, wenn keine permanente Netzstromversorgung verfügbar ist. Akkus und Batterien übernehmen deshalb in zahlreichen medizinischen, pflegerischen und rehabilitativen Geräten eine wichtige Aufgabe.

Wo kommen Akkus in der Medizintechnik zum Einsatz?

Typische Anwendungen sind Defibrillatoren, Patientenmonitore, EKG- und Diagnosegeräte, Infusions- und Spritzenpumpen, Ernährungspumpen, Patientenlifter sowie weitere mobile Medizin-, Pflege- und Reha-Geräte. Welcher Akku eingesetzt werden darf, hängt immer vom konkreten Gerät und dessen Herstellerfreigabe ab.

Warum sind Akkus in der Medizintechnik so wichtig?

Medizinische Geräte werden längst nicht ausschließlich stationär an einer Steckdose betrieben.

Mobile Energieversorgung ist beispielsweise wichtig, wenn Geräte:

  • zwischen verschiedenen Räumen transportiert werden,
  • bei Patiententransporten eingesetzt werden,
  • im Rettungsdienst mobil verfügbar sein müssen,
  • bei einem kurzfristigen Netzausfall weiterarbeiten sollen,
  • in der häuslichen Pflege eingesetzt werden,
  • als mobile Diagnose- oder Überwachungsgeräte dienen.

Je nach Anwendung übernimmt der Akku entweder die vollständige Energieversorgung oder dient als Backup, sobald das Gerät von der Netzversorgung getrennt wird.

Welche medizinischen Geräte benötigen Akkus?

Anwendung Aufgabe des Akkus Mögliche Technologien
Defibrillatoren / AED mobile Betriebsbereitschaft und Energie für Überwachung beziehungsweise Therapie je nach Gerät Li-Ion-Akku oder spezielle Lithium-Primärbatterie
Patientenmonitore Monitoring während Transport und netzunabhängigem Einsatz häufig Li-Ion, bei älteren Geräten auch NiMH oder NiCd
Infusions- & Spritzenpumpen mobiler Betrieb beziehungsweise Weiterbetrieb ohne Netz Li-Ion, NiMH oder ältere NiCd-Akkupacks
EKG- & Diagnosegeräte mobile Untersuchung und Datenerfassung Li-Ion, NiMH und gerätespezifische Akkupacks
Patientenlifter elektrisches Heben und Senken AGM-Blei, NiMH und gerätespezifische Packs
Treppenlifte & Reha-Technik Antrieb und Betrieb bei unterbrochener Netzversorgung häufig AGM-Blei beziehungsweise gerätespezifische Batteriesätze

Die Tabelle zeigt typische Beispiele. Welche Batterie beziehungsweise welcher Akku eingesetzt werden darf, richtet sich immer nach dem konkreten Gerät und dessen Herstellerangaben.

Defibrillator-Akkus & Batterien

Besonders hohe Anforderungen gelten bei Defibrillatoren und AED-Systemen.

Je nach Hersteller und Gerätegeneration kommen wiederaufladbare Akkus oder spezielle nicht wiederaufladbare Lithium-Batteriepacks zum Einsatz.

AKKUman führt beispielsweise Ersatzlösungen für unterschiedliche Geräte von Herstellern wie Philips, Mindray, Physio-Control, Zoll und weiteren Anbietern.

Gerade hier ist eine exakte Zuordnung entscheidend. Eine ähnliche Spannung oder ein mechanisch ähnliches Gehäuse genügt nicht, um einen Akku als kompatibel einzustufen.

Bei Defibrillatoren besonders wichtig:
Immer die Original-Akkunummer, Gerätebezeichnung, Zelltechnologie, Spannung, Anschluss und ausdrücklich angegebene Gerätekompatibilität prüfen.

Akkus für Patientenmonitore

Patientenmonitore erfassen je nach Gerät unterschiedliche Vitalparameter und müssen insbesondere während eines Patiententransports unabhängig vom stationären Netzanschluss arbeiten können.

Moderne Monitore verwenden häufig leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkupacks. Bei älteren Geräten sind auch NiMH- oder NiCd-Akkus anzutreffen.

Neben Spannung und Kapazität können bei modernen Akkupacks zusätzliche elektronische Funktionen eine Rolle spielen.

Deshalb sind zwei Akkus mit ähnlichen elektrischen Grunddaten nicht automatisch austauschbar.

Akkus für Infusionspumpen & Spritzenpumpen

Infusionspumpen, Spritzenpumpen, Ernährungspumpen und Infusomaten werden häufig mobil eingesetzt.

Akkubetrieb ermöglicht unter anderem, das Gerät beim Patiententransport oder während einer kurzen Unterbrechung der Netzversorgung weiter zu betreiben.

Je nach Gerätegeneration finden sich:

  • Lithium-Ionen-Akkupacks,
  • NiMH-Akkupacks,
  • bei älterer Medizintechnik weiterhin NiCd-Akkus.

Bekannte Gerätefamilien können trotz ähnlicher Modellbezeichnungen unterschiedliche Akkus verwenden. Deshalb sollte bei der Ersatzsuche möglichst die Original-Teilenummer des vorhandenen Akkus mit einbezogen werden.

Akkus für EKG-, Diagnose- & Überwachungsgeräte

Auch EKG-Systeme, Pulsoximeter, mobile Diagnosegeräte und weitere medizinische Messsysteme benötigen häufig eine portable Energieversorgung.

Je nach Leistung und Alter des Gerätes reichen die Lösungen von kleinen konfektionierten Akkupacks bis zu größeren Li-Ion- beziehungsweise Bleibatteriesystemen.

Für die Suche sind vor allem:

  • Gerätehersteller,
  • genaue Gerätebezeichnung,
  • Original-Akkunummer,
  • Spannung,
  • Zelltechnologie,
  • Stecker beziehungsweise Anschluss

hilfreich.

Patientenlifter: Akkus für Pflege & Reha

Auch außerhalb der klassischen Diagnostik spielen Akkus eine wichtige Rolle.

Patientenlifter ermöglichen das elektrische Anheben und Umsetzen pflegebedürftiger beziehungsweise mobilitätseingeschränkter Personen.

Je nach Hersteller und Gerät kommen dabei beispielsweise:

  • AGM-Bleiakkus,
  • NiMH-Packs,
  • komplette Akkukassetten

zum Einsatz.

Bei AKKUman finden Sie unter anderem Ersatzlösungen für verschiedene Patientenlifter, Hubsysteme und vorhandene Akkukassetten.

Akkus für Treppenlifte

Treppenlifte besitzen häufig ein Batteriesystem, damit der Lift auch bei einer Unterbrechung der Netzversorgung weiter genutzt werden kann.

In vielen Systemen kommen zwei miteinander verschaltete 12-V-AGM-Batterien zum Einsatz. Andere Konstruktionen verwenden abweichende Batteriesätze.

Entscheidend sind deshalb:

  • Spannung des Gesamtsystems,
  • Kapazität,
  • Abmessungen,
  • Anschlusstyp,
  • Anzahl der Batterien.

Welche Akkutechnologien werden in medizinischen Geräten eingesetzt?

Technologie Typische Stärke Beispiele
Li-Ion hohe Energiedichte bei relativ geringem Gewicht moderne Monitore, Defibrillatoren und mobile Geräte
NiMH bewährte wiederaufladbare Technik Pumpen, ältere Monitore und Pflegehilfsmittel
NiCd robuste ältere Akkutechnologie weiterhin als Ersatz in bestehender älterer Medizintechnik
AGM-Blei hohe Zuverlässigkeit und gute Standby-Eignung Patientenlifter, Treppenlifte, stationäre Backup-Systeme

Worauf kommt es bei einem Ersatzakku für Medizintechnik an?

Bei einem medizinischen Gerät sollte ein Ersatzakku niemals allein nach Volt und Ah ausgewählt werden.

Diese Angaben sollten übereinstimmen

✓ Gerätehersteller

✓ genaue Modellbezeichnung

✓ Original-Akkunummer beziehungsweise Teilenummer

✓ Nennspannung

✓ Zellchemie

✓ Kapazität und gegebenenfalls Energie in Wh

✓ Abmessungen und Gehäuseform

✓ Stecker und Pinbelegung

✓ eventuell vorhandene Schutz- oder Kommunikationselektronik

✓ ausdrückliche Kompatibilität mit dem vorgesehenen Gerät

Originalakku oder kompatibler Ersatzakku?

Je nach Gerät stehen Originalakkus oder kompatible Ersatzprodukte zur Verfügung.

Ein kompatibler Akku sollte nicht allein aufgrund ähnlicher elektrischer Daten gewählt werden.

Entscheidend ist, dass er ausdrücklich für die konkrete Geräte- beziehungsweise Original-Akkureferenz vorgesehen ist.

Das ist insbesondere wichtig, wenn das Akkupack Schutzschaltungen, Temperatursensoren oder Kommunikationselektronik enthält.

Kann ein Medizintechnik-Akku mehr Kapazität haben als das Original?

Eine höhere Kapazität kann bei manchen Geräten möglich sein, ist aber nicht automatisch kompatibel.

Neben Ah beziehungsweise mAh müssen weiterhin:

  • Spannung,
  • Zellchemie,
  • Ladeelektronik,
  • Gehäuse,
  • Stecker,
  • Gerätefreigabe

passen.

Akkureparatur & Zellentausch bei älteren Geräten

Bei bestimmten älteren oder speziellen Akkukassetten kann eine fachgerechte Neubestückung beziehungsweise ein Zellentausch interessant sein.

Dabei kann beispielsweise das vorhandene Gehäuse weiterverwendet werden, während die dafür geeigneten Akkuzellen ersetzt werden.

Ob dies technisch sinnvoll und zulässig ist, muss jedoch immer für das konkrete Akkupack und die vorgesehene Anwendung geprüft werden.

Bei Medizintechnik besonders wichtig:
Ein Zellentausch darf nicht dazu führen, dass elektrische, mechanische oder sicherheitsrelevante Eigenschaften des für das Gerät vorgesehenen Akkus verändert werden.

Implantierbare Geräte sind ein eigener Spezialbereich

Herzschrittmacher, implantierbare Defibrillatoren und andere Implantate dürfen nicht mit den austauschbaren Geräteakkus aus Krankenhaus, Pflege oder Reha gleichgesetzt werden.

Solche Systeme verwenden hochspezialisierte, dauerhaft in das Medizinprodukt integrierte Energiequellen.

Sie werden nicht vom Anwender wie ein Akku eines Patientenmonitors, Defibrillators oder Patientenlifters ausgetauscht.

Der AKKUman-Medizintechnikbereich konzentriert sich deshalb auf Ersatzakkus und Batterien für externe medizinische, pflegerische und rehabilitative Geräte.

Welche Anforderungen gelten für Akkus in medizinischen Geräten?

Je nach Gerät und Anwendung können unterschiedliche technische und regulatorische Anforderungen relevant sein.

Wichtige Punkte sind beispielsweise:

  • elektrische Sicherheit,
  • zuverlässige Energieabgabe,
  • Temperaturverhalten,
  • mechanische Sicherheit,
  • Schutz vor Überladung und Tiefentladung,
  • vorhersehbares Verhalten bei sinkender Kapazität,
  • Kompatibilität mit Gerät und Ladeelektronik.

ISO 13485, IEC 60601 & IEC 62133 richtig einordnen

Im Zusammenhang mit Medizintechnik werden häufig verschiedene Normen genannt. Sie beziehen sich jedoch nicht alle auf dasselbe.

ISO 13485

ISO 13485 ist eine internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme von Organisationen im Medizinproduktebereich.

Sie ist deshalb kein pauschales Qualitätszertifikat für jede einzelne Batterie.

IEC 60601-1

Die IEC 60601-1 behandelt grundlegende Sicherheit und wesentliche Leistungsmerkmale medizinischer elektrischer Geräte und Systeme.

Dabei wird die Energieversorgung als Bestandteil des Gesamtsystems betrachtet. Auch diese Norm bedeutet nicht, dass jeder Ersatzakku automatisch eigenständig „IEC-60601-zertifiziert“ sein muss.

IEC 62133-2

IEC 62133-2 definiert Sicherheitsanforderungen und Prüfungen für tragbare, geschlossene wiederaufladbare Lithium-Zellen und -Batterien.

Sie ist nicht speziell ausschließlich für Medizintechnik geschrieben, kann aber abhängig vom eingesetzten Batteriesystem relevant sein.

MDR & MPDG statt altem Medizinproduktegesetz

Die regulatorische Grundlage für Medizinprodukte in Europa hat sich gegenüber älteren Veröffentlichungen verändert.

Für Medizinprodukte gilt heute insbesondere die europäische Medical Device Regulation (MDR), Verordnung (EU) 2017/745.

In Deutschland wird sie durch das Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz (MPDG) ergänzt.

Das frühere Medizinproduktegesetz, kurz MPG, wurde für den MDR-Bereich bereits 2021 durch dieses neue Rechtsregime abgelöst.

Wann sollte ein Medizintechnik-Akku ersetzt werden?

Dafür sollte kein allgemeines Intervall wie „alle zwei Jahre“ verwendet werden.

Der richtige Austauschzeitpunkt hängt ab von:

  • Gerätehersteller und Wartungsvorgaben,
  • Akkutechnologie,
  • Alter des Akkus,
  • Anzahl der Ladezyklen,
  • verbleibender Laufzeit,
  • Diagnose- oder Fehlermeldungen des Gerätes.

Bei sicherheitsrelevanter Medizintechnik sollten die Wartungs- und Austauschvorgaben des Geräteherstellers konsequent eingehalten werden.

Alter Medizintechnik-Akku: richtig entsorgen

Ausgebaute Akkus und Batterien gehören nicht in den Hausmüll.

Sie müssen getrennt gesammelt und über geeignete Rücknahmesysteme einer ordnungsgemäßen Behandlung beziehungsweise Verwertung zugeführt werden.

Bei beschädigten oder auffälligen Lithium-Akkus gelten zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen.

Den passenden Medizintechnik-Akku finden

Bei der Suche nach einem Ersatzakku ist die Originalreferenz meistens der beste Ausgangspunkt.

Am besten diese Daten bereithalten:

1. Hersteller des medizinischen Gerätes

2. vollständige Modellbezeichnung

3. Artikel- beziehungsweise Akkunummer des Originalakkus

4. Spannung

5. Kapazität

6. Zelltechnologie

7. Stecker beziehungsweise Kontakte

8. gegebenenfalls Foto des Originalakkus und Typenschildes

Häufige Fragen zu Akkus in der Medizintechnik

Welche Akkus werden in medizinischen Geräten verwendet?

Je nach Gerät werden Lithium-Ionen-, NiMH-, ältere NiCd- sowie AGM-Bleiakkus eingesetzt. Zusätzlich gibt es medizinische Geräte, die mit speziellen nicht wiederaufladbaren Lithium-Batterien arbeiten.

Welche Geräte benötigen Medizintechnik-Akkus?

Dazu gehören beispielsweise Patientenmonitore, Defibrillatoren, Infusionspumpen, Spritzenpumpen, EKG- und Diagnosegeräte, Patientenlifter und weitere mobile Medizin- und Pflegegeräte.

Kann ich einen Akku mit höherer Kapazität verwenden?

Nur wenn der Akku ausdrücklich mit dem jeweiligen Gerät kompatibel ist. Eine höhere Kapazität allein reicht nicht aus, um eine sichere Eignung zu beurteilen.

Reicht es, wenn Spannung und Kapazität übereinstimmen?

Nein. Zusätzlich müssen beispielsweise Zellchemie, Bauform, Stecker, Pinbelegung, Ladeelektronik und gegebenenfalls Kommunikationselektronik passen.

Sind Herzschrittmacher mit normalen Akkus ausgestattet?

Nein. Implantierbare Herzschrittmacher nutzen spezielle, dauerhaft integrierte Energiequellen und gehören nicht zum normalen Bereich austauschbarer Geräteakkus.

Was bedeutet ISO 13485 bei Medizintechnik?

ISO 13485 beschreibt Anforderungen an ein Qualitätsmanagementsystem für Organisationen im Medizinproduktebereich. Sie ist kein allgemeines Zertifikat, das automatisch auf jeden einzelnen Ersatzakku übertragen werden kann.

Kann ein Medizintechnik-Akku repariert werden?

Bei bestimmten Akkukassetten kann eine fachgerechte Neubestückung beziehungsweise ein Zellentausch technisch möglich sein. Ob dies für das konkrete Gerät geeignet ist, muss individuell geprüft werden.

Akkus für Medizin, Pflege & Reha bei AKKUman

Das AKKUman-Sortiment umfasst Ersatzakkus, Batterien, Akkupacks und Batteriesätze für zahlreiche medizinische, pflegerische und rehabilitative Anwendungen.

Zuverlässige Energie für Medizin, Pflege & Reha

Ob Defibrillator, Patientenmonitor, Infusionspumpe, Patientenlifter oder Reha-Technik: Prüfen Sie Hersteller, Gerätebezeichnung und Original-Akkureferenz und finden Sie den passenden Ersatzakku bei AKKUman.de.

Medizintechnik-Akkus entdecken Alle Akkus
Stand: September 2026.
Bei medizinischen Geräten gelten die technischen, Wartungs- und Austauschvorgaben des jeweiligen Geräteherstellers. Die Kompatibilität eines Ersatzakkus sollte immer anhand des konkreten Gerätes und der Originalreferenz geprüft werden.

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