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Balkonkraftwerk Speicher Notstrom: So sichern Sie Ihre Energieversorgung auch beim Blackout

Ein Balkonkraftwerk Speicher Notstrom wirkt wie die perfekte Absicherung für einen Blackout: Panels am Balkon, Akku im Keller, und bei Stromausfall läuft die Wohnung einfach weiter. Aus unserer Sicht bei Akkuman als Akkuspezialist seit 1998 braucht dieses Bild eine ehrliche Einordnung. In diesem Ratgeber trennen wir Versprechen von physikalischen Grenzen und zeigen, welche Notstromlösungen mit Balkon- und Heimspeicher technisch sinnvoll, sicher und realistisch sind.

Mythos 1: Jedes Balkonkraftwerk liefert automatisch Notstrom

Viele Betreiber gehen davon aus, dass das eigene Balkonkraftwerk bei Stromausfall einfach weiterläuft. In der Praxis passiert das Gegenteil: Der Mikro-Wechselrichter erkennt den Netzausfall und schaltet ab. Diese Schutzfunktion schützt Monteure im Netz vor gefährlichen Rückspeisungen und gehört zur Norm.

Wichtiger Kernpunkt: Ein normales Balkonkraftwerk ohne speziellen Speicher mit Notstromausgang liefert bei Stromausfall keinen Strom – selbst bei voller Sonne.

Für eine Notstromversorgung brauchen Sie immer drei Dinge:

  1. Eine definierte Insel: elektrisch sauber vom öffentlichen Netz getrennt.
  2. Einen Wechselrichter, der Inselbetrieb beherrscht.
  3. Einen Speicher, aus dem der Wechselrichter auch ohne Netzspannung Energie zieht.

Viele Werbetexte erwähnen „Notstrom“ oder „Inselbetrieb“, ohne sauber zu erklären, was genau versorgt wird: nur eine einzelne Steckdose oder Teile des Hausnetzes. Lesen Sie Datenblätter und Handbücher genau, bevor Sie ein „Balkonkraftwerk mit Notstromfunktion kaufen“.

Mythos 2: Balkonkraftwerk Speicher ersetzt den Heimspeicher

Ein moderner Balkon-Speicher mit 1,5–3 kWh wirkt auf den ersten Blick wie ein kleiner Heimspeicher. Technisch unterscheiden sich beide Welten jedoch deutlich:

  • Balkonkraftwerk Speicher: Meist AC-gekoppelt, wird über eine normale Steckdose geladen und entlädt über Schuko-Steckdosen oder einen Notstromport. Typische Größen: 1,5–5 kWh, 600–1200 W Dauerleistung.
  • Klassischer Heimspeicher: Fest im Hausnetz integriert, häufig dreiphasig, mit Wechselrichter am Zählerschrank, teilweise mit Ersatzstromfunktion für ausgewählte Stromkreise. Typische Größen: 5–20 kWh, mehrere Kilowatt Dauerleistung.

Ein Balkonkraftwerk Speicher mit Notstrom eignet sich als Ergänzung, nicht als vollständiger Ersatz für einen großen Heimspeicher. Für Router, Licht, Laptop, ein paar kleine Verbraucher oder eine einzelne Kühl-Gefrierkombination reicht ein Balkon-Speicher in vielen Fällen. Sobald Sie elektrische Kochfelder, Wärmepumpe oder Durchlauferhitzer erwarten, bewegen Sie sich klar im Bereich eines vollwertigen Heimspeichers mit separater Notstrom-Elektrik.

Wenn Sie sich grundsätzlich für größere Lösungen interessieren, lohnt auch ein Blick auf unseren Bereich Solarspeicher für PV-Anlagen.

Mythos 3: „Balkonkraftwerk Inselbetrieb mit Speicher“ versorgt die ganze Wohnung

„Inselbetrieb“ klingt nach kompletter Autarkie. Oft steckt dahinter aber nur ein einziger 230‑Volt-Notstromausgang am Speicher, an den Sie Verlängerungskabel oder eine kleine Notstrom-Unterverteilung anschließen.

Damit dieser Inselbetrieb Sinn ergibt, müssen Sie drei Leistungsbereiche im Kopf behalten:

  • Leistungsbedarf: Router 10 W, LED-Lampe 5–10 W, Laptop 50–100 W, Kühlschrank in Betrieb 60–120 W mit kurzen Anlaufspitzen bis zu 600 W.
  • Speicherleistung: Viele Balkon-Speicher begrenzen die Notstromleistung auf 600–1200 W. Das reicht für die Grundlast, aber nicht für Herd, Wasserkocher und Staubsauger gleichzeitig.
  • Energieinhalt: 2 kWh Speicherkapazität bedeuten bei 200 W Dauerlast rechnerisch rund 10 Stunden Notbetrieb.

Ein Balkonkraftwerk Inselbetrieb mit Speicher deckt also eine „Minimal-Variante“ von Notstrom: Licht, Kommunikation, Information, kleinere Haushaltsgeräte. Für eine vollwertige Hausversorgung brauchen Sie deutlich mehr Kapazität und eine andere Installation am Zählerschrank.

Realitätsschock: Was leistet Notstrom im Alltag wirklich?

Viele Blackout-Szenarien wirken dramatischer, als sie statistisch auftreten. Reale Stromausfälle dauern häufig Minuten bis wenige Stunden. Genau in diesem Zeitfenster spielt ein Balkonkraftwerk Speicher Notstrom seine Stärken aus:

  • WLAN und Handy bleiben online, Sie behalten Zugriff auf Informationen.
  • LED-Licht funktioniert, Wohnung bleibt bewohnbar.
  • Gefriertruhe und Kühlschrank überstehen den Ausfall, wenn Sie die Tür geschlossen halten.
  • Medizinische Kleingeräte oder Ladegeräte für Hilfsmittel laufen weiter – wichtig für vulnerable Personen.

Bei mehrtägigen Ausfällen hängt der Nutzen stark von der Sonneneinstrahlung und der Ausrichtung der Module ab. Bei typischen Städtenwohnungen mit Ost-/Westbalkon und 800 Wp Modulleistung reicht es oft nur für eine zeitweise Nachladung des Speichers. Dächer mit besserer Ausrichtung und weniger Verschattung gewinnen hier deutlich.

Einen ersten Einblick, wie sich ein Balkonkraftwerk bei Netzstörung verhält, erhalten Sie in unserem Beitrag „Was geschieht mit einem Balkonkraftwerk bei Stromausfall?“.

Grenzen bei Steckdosen-Notstrom: Sicherheit, Normen und Netztrennung

Kaum ein Thema ist technisch und rechtlich so sensibel wie Notstrom über die Steckdose. Grundsätze, die Sie beachten müssen:

1. Eindeutige Netztrennung
Für „Ersatzstrom“ im Hausnetz braucht es eine normgerechte Umschalteinrichtung mit Nullstellung und klarer Trennung vom öffentlichen Netz. Provisorische „Männchenstecker“ oder Selbstbau-Umschalter stellen ein Sicherheitsrisiko dar und gefährden Monteure wie auch Ihren Versicherungsschutz.

2. Steckdosen-Notstrom vs. Hausnetz-Ersatzstrom
Viele Balkon-Speicher bieten eine oder mehrere Notstrom-Steckdosen. Diese versorgen angeschlossene Geräte im Inselbetrieb, jedoch nicht automatisch die vorhandene Wohnungsverteilung. Das senkt die Komplexität und erhöht die Sicherheit.

3. Erdung, Kurzschluss- und Überlastschutz
Professionelle Speicher integrieren Schutzschalter, Überlast-Erkennung und Fehlerstromschutz. Wer ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstrom für den Blackout selber bauen möchte, hantiert schnell mit hohen Strömen und komplexen Schutzkonzepten. Ohne tiefe Fachkenntnis empfehlen wir klar: Setzen Sie auf geprüfte Systeme und lassen Sie jede feste Einspeisung in die Hausverteilung durch eine Elektrofachkraft planen und installieren.

Wie lange hält ein 10 kWh Speicher bei Stromausfall?

Die Frage nach der Autarkiezeit taucht häufig auf, auch bei Interessenten für Heimspeicher. Rechenbeispiel:

  • Vier-Personen-Haushalt mit durchschnittlich 8–10 kWh Tagesverbrauch.
  • Davon entfallen 3–4 kWh auf große Verbraucher (Herd, Waschmaschine, Spülmaschine, Warmwasser).

Wenn Sie im Notbetrieb auf Kochen mit Strom, Wäsche und Geschirrspüler verzichten und nur Basisverbraucher laufen, sinkt die Last oft auf 2–4 kWh pro Tag. Ein 10 kWh Speicher versorgt diesen reduzierten Bedarf – unter günstigen Bedingungen – also zwei bis vier Tage, bevor er leer ist.

Wichtiger Praxis-Tipp: Im echten Blackout zählt nicht Komfort, sondern Prioritätenmanagement: Licht, Kommunikation, Kühlung, eventuell eine Heizungspumpe. Wer die Notstromlast bewusst begrenzt, holt deutlich mehr Laufzeit aus dem Speicher.

Mehr Hintergründe zur Dimensionierung von Heimspeichern finden Sie auch in unserem Ratgeber „Heimspeicher 2025: Wie viel kWh braucht dein Haushalt wirklich?“.

Heimspeicher, Balkonspeicher oder Kombination – was passt zu Ihrem Haushalt?

Als Akkuspezialist unterscheiden wir drei typische Szenarien:

1. Stadtwohnung mit Balkonkraftwerk (bis 800 W)
Für Mieterinnen und Mieter ohne Zugriff auf den Zählerschrank eignet sich ein Balkonkraftwerk Speicher Notstrom mit 1,5–3 kWh, Steckdosen-Notstrom und sicherer Insel-Funktion. Fokus: Router, Licht, Laptop, Kühlgerät.

2. Eigenheim mit Dach-PV und Zählerschrankzugriff
Hier lohnt der Blick auf einen klassischen Heimspeicher mit optionaler Notstromfunktion, der ausgewählte Stromkreise im Haus versorgt. Ein zusätzlicher Balkon- oder AC-Speicher kann als flexible Ergänzung dienen, zum Beispiel mobil für Camping oder Werkstatt.

3. Gemischtbetrieb: Balkonkraftwerk plus zentraler Speicher
In einigen Konfigurationen speist das Balkonkraftwerk tagsüber ins Hausnetz ein, während ein größerer AC-Speicher (z. B. im Technikraum) die Energie aufnimmt und bei Bedarf wieder zur Verfügung stellt. Wichtig: Kompatibilität, Steuerung (Smart Meter) und normgerechte Installation durch Fachbetriebe.

Wenn Sie bereits eigene Speichersysteme oder Spezialanwendungen planen, unterstützen wir Sie gerne mit Know-how zur Konfektionierung individueller Akkupacks über unseren Bereich Akkupack-Konfektionierung.

Checkliste: Woran erkenne ich ein echtes Notstrom-Setup?

Mit dieser kompakten Checkliste prüfen Sie, ob ein Angebot mehr als nur Marketingversprechen enthält:

Kriterium Fragen zur Prüfung Hinweis aus Sicht Akkuman
Netztrennung Gibt es einen klar beschriebenen Insel- oder EPS-Modus mit Netztrennung? Ohne definierte Netztrennung kein sicherer Notstrombetrieb.
Notstromleistung Wie viele Watt stehen im Inselbetrieb dauerhaft und kurzfristig zur Verfügung? Für Grundversorgung zählen 600–1200 W, für ganze Haushalte deutlich mehr.
Speicherkapazität Wie viele kWh stehen nutzbar zur Verfügung (nicht nur Bruttokapazität)? 2–3 kWh reichen für Licht, Kommunikation und Kühlung über mehrere Stunden.
Anschlussart Versorgt das System nur Notstrom-Steckdosen oder ganze Stromkreise? Steckdosen-Notstrom reduziert Komplexität und erhöht Sicherheit.
Schutzkonzept Sind Schutzschalter, Überlast- und Kurzschlussschutz im System dokumentiert? Gerade im Inselbetrieb schützen Sie Technik und Personen.
Zulassungen Liegt eine CE-Kennzeichnung und Dokumentation der relevanten Normen vor? Ohne passende Normen entsteht Risiko für Versicherung und Gewährleistung.

Blackout-Mythen: Was können Balkon- und Heimspeicher wirklich?

Rund um Stromausfälle kursieren viele überzogene Erwartungen. Aus unserem Werkstattalltag und zahlreichen Kundenberatungen kennen wir typische Denkfehler:

Mythos: „Ich lade im Blackout meinen Speicher tagsüber einfach mit PV komplett voll.“
Realität: Im Winterhalbjahr erzeugen 800 Wp auf einem unvorteilhaft ausgerichteten Balkon oft weniger als 1–2 kWh pro Tag. Verschattung, Bewölkung und flache Einstrahlungswinkel senken den Ertrag zusätzlich. Planen Sie konservativ und rechnen Sie mit geringeren Tageserträgen.

Mythos: „Ein Speicher für Balkonkraftwerk nachrüsten macht mich unabhängig vom Netz.“
Realität: Sie steigern den Eigenverbrauchsanteil und sichern Teile des Haushalts ab. Vollständige Unabhängigkeit erfordert groß dimensionierte PV, Speicher und ein durchdachtes Energie-Management – in der Praxis eher ein Projekt für ein autarkes Haus als für eine einzelne Mietwohnung.

Mythos: „Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstrom Test im Netz reicht als Entscheidungsgrundlage.“
Tests bieten wertvolle Anhaltspunkte, ersetzen aber keine individuelle Analyse Ihrer Wohnsituation, Verbraucherstruktur und Sicherheitsanforderungen. Prüfen Sie immer: Passt das getestete Szenario zu Ihrer Realität?

So planen Sie Ihr persönliches Notstrom-Konzept mit Balkon- oder Heimspeicher

Auch wenn Produktwelten und Normen komplex wirken, funktioniert die Planung in vier überschaubaren Schritten:

1. Relevante Verbraucher definieren
Listen Sie die Geräte, die im Stromausfall laufen sollen, mit Leistung und geschätzter Einschaltdauer pro Tag:

  • Kommunikation: Router, ONT, Smartphone-Ladegeräte.
  • Beleuchtung: ausgewählte Räume mit LED-Leuchten.
  • Kühlung: Kühl-/Gefrierkombination mit möglichst gutem Energielabel.
  • Medizinische oder sicherheitsrelevante Geräte.

2. Täglichen Notstrombedarf grob abschätzen
Addieren Sie die Energiebedarfe (Watt × Stunden) der gewählten Geräte. So erhalten Sie eine Zielgröße für Ihren Speicher in kWh. Überdimensionieren Sie leicht, damit auch Bewölkung oder mehrere Ausfalltage abgefedert werden.

3. Systemtyp auswählen

  • Stadtwohnung, begrenzte Eingriffsmöglichkeiten in die Elektrik: Balkon-Speicher mit Notstrom-Steckdosen.
  • Eigenheim, Zählerschrankzugriff: PV-Heimspeicher mit Ersatzstromfunktion und definierter Notstromverteilung.
  • Flexible Mehrfachnutzung (Camping, Gartenhaus, Werkstatt): mobile Powerstation oder AC-Speicher mit Balkon- und Netzanschluss.

Einen Einstieg in das Thema finden Sie auch über unsere Übersicht zu Balkonkraftwerken und Speichern.

4. Fachliche Prüfung und Installation
Für jede Form von Einspeisung ins Hausnetz, egal ob vom Heimspeicher oder Notstromausgang, gilt aus unserer langjährigen Praxis: Lassen Sie den Aufbau von einer Elektrofachkraft prüfen. So schützen Sie Menschen, Gebäude, Geräte und Ihren Versicherungsschutz.

Notstrom mit bestehenden Akkus und Geräten intelligent ergänzen

Nicht jede Notstromlösung beginnt mit einer großen Investition. Viele Haushalte nutzen bereits Akkus und Speichersysteme, die sich in ein abgestuftes Sicherheitskonzept integrieren lassen:

  • E-Bike-Akkus mit passenden 12- oder 24-Volt-Adaptern versorgen LED-Licht, Router oder kleine DC-Verbraucher. Hintergrundwissen zum Thema liefert unsere Akku Academy zu E-Bike-Akkus.
  • Powerbanks halten Smartphones, Tablets und kleinere Geräte einsatzbereit. Im Zusammenspiel mit einem Steckdosen-Notstromausgang entsteht eine flexible Versorgungsstrategie.
  • USV-Systeme in kritischen Bereichen (z. B. für Server oder medizinische Geräte) ergänzen den Balkon- oder Heimspeicher gezielt.

Wir bereiten in unserer Fertigung regelmäßig Speziallösungen für Behörden, Gewerbe und Industriekunden vor, bei denen sichere Energieversorgung im Fokus steht. Von dieser Erfahrung profitieren auch private Anwender, die eine robuste, praxistaugliche Lösung statt eines reinen „Gadget-Projekts“ suchen.

FAQ zu Balkonkraftwerk Speicher Notstrom, Heimspeicher und Blackout

Kann ich mein Balkonkraftwerk bei Stromausfall nutzen?

Ein klassisches Balkonkraftwerk ohne Speicher und ohne Notstromfunktion arbeitet netzgeführt. Fällt das Netz aus, schaltet der Wechselrichter ab und das Balkonkraftwerk liefert keinen Strom. Erst wenn ein Balkonkraftwerk Speicher Notstrom integriert, etwa über einen separaten Insel- oder EPS-Ausgang, versorgt das System definierte Verbraucher weiter. Diese Notstromversorgung erfolgt dann aber meist über eigene Steckdosen am Speicher und nicht über das gesamte Hausnetz.

Wie lange hält ein 10 kW Speicher bei Stromausfall?

Ein 10 kWh Speicher deckt im Normalbetrieb ungefähr den Tagesverbrauch eines sparsamen Haushalts. Im Notstrombetrieb reduziert ein gut geplantes Konzept jedoch die Last deutlich: Router, Licht, Kühlgerät und wenige weitere Verbraucher benötigen oft nur 2–4 kWh pro Tag. Unter diesen Bedingungen versorgt ein 10 kWh Heimspeicher die Kritikalast zwei bis vier Tage. Die reale Laufzeit hängt vom tatsächlichen Verbrauch, von der Temperatur und von eventueller Nachladung über PV-Anlage oder Balkonkraftwerk mit Speicher ab.

Kann ich einen Solarspeicher als Notstrom verwenden?

Viele Solarspeicher bieten Notstrom- oder Ersatzstromfunktionen, jedoch nicht jeder. Für eine echte Notstromversorgung braucht der Speicher einen Inselbetrieb, eine definierte Netztrennung und ausreichend Leistung an den Notstromausgängen. Einige Systeme bieten Steckdosen-Notstrom, andere versorgen ausgewählte Hausstromkreise. Prüfen Sie die technischen Daten und die Installationsvorschriften sorgfältig, bevor Sie einen Solarspeicher als Notstromlösung einplanen. Unsere Ratgeber zu Notstromversorgung für Zuhause und zu Speichern für PV-Anlagen geben zusätzliche Orientierung.

Ist ein Balkonkraftwerk mit Speicher notstromfähig?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher ist nicht automatisch notstromfähig. Notstromfähigkeit entsteht erst, wenn der Speicher oder der Wechselrichter einen eigenen Inselmodus mit definierter Netztrennung und Notstromausgängen bereitstellt. Viele moderne Balkon-Speicher bieten solche Funktionen, beschränken die Notstromversorgung aber auf Schuko-Steckdosen mit 600–1200 W Leistung. Prüfen Sie daher immer, ob „Notstrom“ im Datenblatt nur ein Marketingbegriff oder eine klar beschriebene Funktion mit EPS-/Inselbetrieb ist.

Lohnt sich ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstrom für den Blackout?

Ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstromfunktion erhöht Ihre Versorgungssicherheit, besonders bei kurzen Stromausfällen von einigen Minuten bis Stunden. Sie behalten Licht, Internet und wichtige Kleingeräte im Betrieb. Wirtschaftlich rechnet sich ein Balkonkraftwerkspeicher mit Notstromaggregat seltener rein über die eingesparten Kilowattstunden, sondern eher über den Sicherheits- und Komfortgewinn im Ernstfall. Wer häufig im Homeoffice arbeitet, auf eine Kühlkette oder Kommunikation angewiesen ist oder im urbanen Umfeld keine andere Notstromlösung unterbringen kann, profitiert von einem solchen System besonders.

Kann ich ein Balkonkraftwerk mit Speicher und Notstrom selber bauen?

Theoretisch lassen sich Inselanlagen mit Solarmodulen, Ladereglern, Wechselrichtern und Akkupacks selbst aufbauen. In der Praxis erfordert ein sicherer Inselbetrieb Fachwissen in Elektrotechnik, Schutztechnik und Normen. Sobald Sie mehr als eine einfache Insellösung mit wenigen Verbrauchern versorgen oder in das Hausnetz eingreifen, empfehlen wir klar ein geprüftes Komplettsystem und eine Installation durch Elektrofachkräfte. Gerade beim Thema Blackout-Notstrom steht die Zuverlässigkeit im Vordergrund – nicht der letzte gesparte Euro bei der Hardware.

Wie mache ich mein Balkonkraftwerk notstromfähig?

Um ein vorhandenes Balkonkraftwerk notstromfähig zu machen, ergänzen Sie einen Speicher mit geeignetem Wechselrichter, der Inselbetrieb beherrscht. Der Speicher lädt im Normalbetrieb aus dem Balkonkraftwerk oder direkt aus dem Netz und stellt im Stromausfall über einen Notstromanschluss Energie zur Verfügung. Entscheidend ist, dass dieser Notstromausgang elektrisch sauber vom öffentlichen Netz getrennt bleibt und die angeschlossenen Verbraucher nicht mehr mit der Hausverteilung verbunden sind. So entsteht ein sicheres, in sich abgeschlossenes Notstromsystem, das Sie bei Bedarf durch weitere Speicherkapazität oder zusätzliche PV-Module erweitern.


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