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Roller Batterien

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Roller Batterie kaufen heißt zuerst, den Typencode der alten Batterie zu lesen, dann die passende Technologie zu wählen. Für 50er- bis 125er-Roller passt meist eine 12-Volt-AGM- oder Gel-Batterie mit 3 bis 7 Ah für 15 bis 30 Euro, Maxi-Scooter brauchen 10 bis 14 Ah für bis zu 90 Euro. E-Roller fahren mit einem eigenen Lithium-Antriebsakku.

Welche Batterie tatsächlich passt, hängt von Baujahr, Hubraum und Bordnetz deines Rollers ab. Das grobe Etikett "12V-Batterie" sagt dir da noch gar nichts. Schau einfach auf den Aufdruck deiner alten Batterie oder in den Fahrzeugschein: Dort stehen Spannung, Kapazität und Baugröße direkt drauf, noch bevor du eine neue Batterie für Roller bestellst.

Ein falscher Typencode kostet dich nur Zeit, im schlimmsten Fall aber die Bordelektronik. Deshalb lohnt es sich, vor der Bestellung ein paar Dinge zu prüfen.

  • Die Baugröße, etwa YTX7A-BS oder YTX12-BS, legt Maße, Kapazität und Polrichtung exakt fest.
  • AGM- und Gel-Batterien kosten meist 15 bis 90 Euro, Lithium-Varianten liegen zwischen 70 und 140 Euro.
  • Lithium wiegt laut Hersteller bis zu 70 Prozent weniger und hält über 1.200 Ladezyklen durch.
  • Für Lithium-Akkus brauchst du zwingend ein eigenes Ladegerät, ein normales Blei-Ladegerät kann sie überhitzen.

Welche Batterie passt zu deinem Roller? Die Übersicht nach Rollertyp

Die passende Rollerbatterie richtet sich vor allem nach Hubraum und Baujahr deines Fahrzeugs. 50er-Roller fahren meist mit der Baugröße YTX4L-BS oder YB4L-B, 125er-Modelle mit YTX7A-BS, größere Maxi-Scooter mit YTX12-BS, und E-Roller nutzen einen komplett anderen Antriebsakku ohne klassischen Batteriecode.

Rollertyp Typische Baugröße Spannung & Kapazität Preisspanne (AGM/Gel / Lithium)
50ccm-Roller YTX4L-BS / YB4L-B 12V, 3-4Ah ca. 15-25€ / ab ca. 70€
125ccm-Roller YTX7A-BS / YTX7L-BS 12V, 6-7Ah ca. 20-30€ / ab ca. 90€
Maxi-Scooter (125-300ccm, z. B. Vespa GTS) YTX12-BS / YT12B-BS 12V, 10-20Ah ca. 30-90€ / ab ca. 140€
E-Roller (Antrieb) kein Batteriecode, Akkupack 36-72V, mehrere Ah ab ca. 100€ (Beispiel 36V/15Ah)

Alte Schätzchen wie frühe Vespa-Modelle oder die Simson S50/S51/S70 laufen dagegen noch auf 6 Volt und nutzen die Baugröße 6N11A mit rund 11 Ah. Im Sortiment für Roller- und Motorradbatterien findest du alle gängigen Baugrößen sortiert nach Fahrzeugtyp, sodass du nicht erst den Typencode auswendig kennen musst.

Nassbatterie, AGM, Gel oder Lithium: Die vier Batterietypen im Vergleich

Für Roller stehen vier Batterietypen zur Wahl, die sich in Wartung, Preis und Haltbarkeit deutlich unterscheiden. Fast alle modernen Roller laufen auf einem 12-Volt-Bordnetz, nur ältere Fahrzeuge nutzen teils noch 6 Volt.

Batterietyp Spannung Kapazität Preisspanne
Nassbatterie (Säure) meist 12V, teils 6V 4-12Ah ab ca. 15€
AGM (wartungsfrei) 12V 4-12Ah ca. 15-90€
Gel (wartungsfrei) 12V 4-14Ah ca. 17-90€
Lithium (LiFePO4) 12V 3-16Ah ca. 70-140€

Die Nassbatterie ist die günstigste Option, hat aber einen Haken: Sie kommt meist trocken bei dir an. Vor der ersten Fahrt musst du sie mit dem beiliegenden Säurepack befüllen und danach einmal komplett laden, wie Batterie24 in seiner Anleitung zur Erstbefüllung beschreibt. AGM-Batterien kommen dagegen werkseitig befüllt und versiegelt bei dir an, du schraubst sie an und fährst los.

Gel-Batterien punkten mit einer sehr auslaufsicheren Bauweise und geringer Selbstentladung, was sie für Roller mit langen Standzeiten interessant macht, etwa im Winterquartier. Lithium-Batterien nutzen dieselbe Bauform und dieselben Anschlüsse wie Blei-Säure-Batterien, lassen sich also ohne Umbau tauschen, brauchen wegen des eingebauten Batteriemanagementsystems (BMS) aber ein eigenes Ladegerät, wie auch Hobbyfahrer in seinem Vergleich von LiFePO4 und Blei-Säure erklärt.

Baugrößen erkennen: YB4L-B, YTX7A-BS, YTX12-BS & Co. richtig lesen

Der Typencode auf deiner alten Batterie legt Maße, Kapazität und Polrichtung exakt fest und ist die zuverlässigste Grundlage für den Nachkauf. Er steht meist gut lesbar auf dem Etikett oben oder seitlich auf dem Batteriegehäuse.

Code Maße L×B×H Spannung/Kapazität Typischer Einsatz
YB4L-B (Nassbatterie) ca. 120×70×92mm 12V, 4Ah Ältere 50ccm-Roller
YTX4L-BS (AGM) ca. 114×71×86mm 12V, 3Ah, 50A CCA Moderne 50ccm-Roller
YTX7A-BS / YTX7L-BS ca. 150×87×94mm 12V, 6-7Ah, 80-120A EN 125ccm-Roller
YTX12-BS / YT12B-BS ca. 150-152×87-88×130-131mm 12V, 10Ah, ca. 150A CCA Maxi-Scooter, z. B. Vespa GTS
6N11A ca. 121-122×58-62×130-132mm 6V, 11Ah Oldtimer-Roller und -Mopeds

Die YTX4L-BS wird gern mit der älteren YB4L-B-Norm verwechselt, obwohl sie mit 86mm gut sieben Millimeter niedriger baut. Bevor du bestellst, miss also die alte Batterie nach oder gleiche den Code direkt am Fahrzeugtyp ab, statt dich allein auf die Kapazitätsangabe zu verlassen.

Die Polrichtung, also ob Plus links oder rechts sitzt, ist beim jeweiligen Code herstellerseitig festgelegt, kann sich aber bei baugleichen Maßen zwischen Modellvarianten unterscheiden. Genau wie beim 18650-Akku-Kauf gilt auch hier: Passen Spannung, Maße und Anschluss nicht exakt zum Original, wird der Einbau entweder unmöglich oder riskant für die Bordelektronik.

AGM vs. Gel vs. Lithium: Lebensdauer, Kältestart und Gewicht im Vergleich

AGM-Batterien liefern die beste Kaltstartleistung und sind für Vielfahrer meist die wirtschaftlichste Wahl, Gel punktet bei langen Standzeiten und Lithium bei Gewicht und Lebensdauer. Welche der drei Technologien sich lohnt, hängt vor allem davon ab, wie oft du fährst und wie wichtig dir das Gewicht am Roller ist.

Kriterium AGM Gel Lithium (LiFePO4)
Lebensdauer ca. 3-6 Jahre ca. 3-5 Jahre ca. 6-10 Jahre
Kaltstart sehr gut etwas schwächer gut, aber kälteempfindliche Elektronik
Gewicht Standard-Blei-Gewicht Standard-Blei-Gewicht bis zu 70% leichter
Beispielpreis (12V, 6-7Ah) ca. 20-30€ ca. 20-30€ ca. 90€

Die Lebensdauerwerte sind Richtwerte und hängen stark davon ab, wie oft du fährst und ob die Batterie im Winter regelmäßig nachgeladen wird. Eine Lithium-Batterie mit über 1.200 Ladezyklen hält als grobe Faustregel oft deutlich länger durch als eine AGM-Batterie, sodass du trotz des höheren Kaufpreises über die Jahre günstiger fahren kannst.

Wann lohnt sich Lithium wirklich: Bei Rollern, die viel gefahren werden oder bei denen jedes Kilogramm zählt, etwa getunte 125er oder Rennstrecken-Roller, gleicht die längere Lebensdauer und das geringere Gewicht den höheren Preis meist aus. Bei einem Alltagsroller, der nur gelegentlich bewegt wird, reicht eine AGM- oder Gel-Batterie in der Regel völlig aus.

Ein Grund, warum viele beim Umstieg zögern: Lithium-Zellen und ihr BMS mögen Kälte deutlich weniger als klassische Bleitechnik. Ein trockener, frostfreier Stellplatz ist bei Lithium also noch wichtiger als bei AGM oder Gel.

E-Roller: Warum hier ein Antriebsakku statt einer Starterbatterie steckt

E-Roller und E-Scooter fahren mit einem großen Lithium-Ionen-Antriebsakku mit 36, 48, 60 oder 72 Volt Nennspannung, einer ganz anderen Technik als die kleine Starterbatterie im Benzinroller. Je höher die Spannung, desto mehr Leistung und Reichweite liefert der Antrieb in der Regel, wie Scooterhelden im Vergleich der Akku-Spannungen zeigt.

36 Volt gilt als Einstiegsniveau für kurze Alltagsstrecken, 48 Volt hat sich als gängiger Kompromiss zwischen Reichweite und Preis etabliert, 52 bis 72 Volt findest du eher bei leistungsstärkeren Modellen. Im AKKUman.de Shop bekommst du zum Beispiel einen kompatiblen 36V-15Ah-Akku aus drei 12V-15Ah-Zellen für rund 100 Euro, ein Einzelbeispiel, das die Preisklasse für Einsteiger-Antriebsakkus zeigt.

Ladegerät wählen und Batterie wechseln: Spannung, Polung und typische Fehler

Jeder Batterietyp verlangt eine eigene Ladespannung, und ein falsches Ladegerät kann die Batterie dauerhaft schädigen. Für Blei-Säure-Batterien liegt die passende Ladespannung bei 14,4 bis 14,8 Volt, für Gel bei 14,1 bis 14,4 Volt und für AGM bei 14,8 bis 15,0 Volt.

Batterietyp Ladespannung Passendes Ladegerät
Nassbatterie / Blei-Säure 14,4-14,8V Klassisches KFZ-Ladegerät
Gel 14,1-14,4V Gel-Programm am KFZ-Ladegerät
AGM 14,8-15,0V AGM-Programm am KFZ-Ladegerät
Lithium (LiFePO4) eigene Ladekurve über BMS Nur spezielles Lithium-Ladegerät

Im Bereich KFZ-Ladegeräte findest du passende Modelle mit Blei-, Gel- und AGM-Programm, im Bereich Lithium-Ladegeräte die dazu passenden Geräte für deine LiFePO4-Batterie.

Wichtige Warnung: Für Lithium-Ionen-Akkus darfst du niemals ein normales Blei-Säure-Ladegerät verwenden. Eine falsch geladene Lithium-Batterie kann überhitzen, weshalb hier ausschließlich ein Ladegerät mit passender Lithium-Ladekurve infrage kommt.

Die Ladedauer einer leeren Rollerbatterie liegt je nach Kapazität und Ladegerät meist zwischen 4 und 12 Stunden, als Faustregel gilt ein Ladestrom von rund 10 Prozent der Kapazität: Eine 4Ah-Batterie mit 0,4A Ladestrom braucht also etwa 10 bis 12 Stunden bis zur vollen Ladung.

So wechselst du die Batterie richtig

Beim Ausbau löst du zuerst den Minuspol, dann den Pluspol, beim Einbau erfolgt das in umgekehrter Reihenfolge, um einen Kurzschluss zu vermeiden, wie auch der Winter-Guide von Racing Planet empfiehlt. Eine trocken vorgeladene Nassbatterie musst du zusätzlich vor dem ersten Einbau mit dem passenden Säurepack befüllen und anschließend erstladen, destilliertes Wasser reicht dafür nicht aus.

Beim Kauf einer neuen Starterbatterie wird in Deutschland gesetzlich ein Batteriepfand von 7,50 Euro nach §10 Batteriegesetz erhoben, das du bei Rückgabe oder nachgewiesener Entsorgung deiner alten Batterie zurückbekommst.

Preis heute oder Lebensdauer über Jahre: Deine Kaufentscheidung

Am Ende zählt nicht der Kaufpreis allein, sondern was die Batterie über die gesamte Nutzungsdauer kostet. Eine 20 Euro teure AGM-Batterie, die du alle vier Jahre tauschst, kostet über acht Jahre gerechnet ähnlich viel wie eine Lithium-Batterie für 90 Euro, die doppelt so lange durchhält, dabei aber deutlich leichter ist und höhere Zyklenzahlen erreicht.

Für den normalen Alltagsroller bleibt AGM die unkomplizierte Standardlösung. Fährst du dagegen viel, hast eine getunte Maschine oder achtest aufs Gewicht, rechnet sich Lithium meist schon nach wenigen Jahren. Schau dir dazu am besten direkt die passende Baugröße im Sortiment für Roller- und Motorradbatterien an und leg AGM, Gel und Lithium für deinen Rollertyp einfach nebeneinander, dann siehst du schnell, was passt.

Häufige Fragen zur Roller Batterie

Wie finde ich die richtige Batterie, wenn ich den Typencode nicht mehr lesen kann?

Miss die alte Batterie an Länge, Breite und Höhe nach und vergleiche die Werte mit den gängigen Baugrößen wie YTX4L-BS, YTX7A-BS oder YTX12-BS. Alternativ hilft der Fahrzeugschein mit Hubraum und Baujahr, um über den Fahrzeugtyp die passende Batterie zu bestimmen.

Kann ich eine AGM-Batterie einfach gegen eine Lithium-Batterie tauschen?

Ja, das geht ohne Umbau. Lithium-Batterien haben dieselbe Bauform und dieselben Anschlüsse wie AGM und passen in denselben Kasten. Nur ein eigenes Lithium-Ladegerät brauchst du zwingend dazu, ein normales Blei-Ladegerät lädt die Zellen falsch.

Warum wird beim Kauf einer neuen Batterie ein Pfand berechnet?

7,50 Euro Pfand sind in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben und sollen sicherstellen, dass alte Batterien fachgerecht entsorgt werden, statt im Hausmüll zu landen. Du bekommst den Betrag zurück, sobald du deine alte Batterie zurückgibst oder eine ordnungsgemäße Entsorgung nachweist.

Wie lange dauert das Laden einer leeren Rollerbatterie?

Zwischen 4 und 12 Stunden, je nach Kapazität und Ladegerät. Als Faustregel gilt ein Ladestrom von rund 10 Prozent der Kapazität, eine 7Ah-Batterie braucht mit passendem Ladegerät also grob 7 bis 10 Stunden.

Warum zögern viele Fahrer beim Umstieg auf eine Lithium-Rollerbatterie?

Meist ist es die Kälteempfindlichkeit der eingebauten Ladeelektronik, die bei Frost schneller schlappmacht als klassische Bleitechnik. Hinzu kommt der höhere Anschaffungspreis, der sich erst über mehrere Nutzungsjahre durch die längere Lebensdauer amortisiert.

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