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3,6V Notlicht Akkupacks

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Notleuchtenakkus für Einzelbatterie-Leuchten sind fast immer NiCd- oder NiMH-Zellen zwischen 2,4 und 12 Volt, mit 3,6V als der am häufigsten verbauten Spannung. Den passenden 3,6V-Ersatzakku findest du über vier Werte des Originals: Kapazität in mAh, Bauform, Anschluss und Zellchemie.

Wenn du als Betreiber oder Elektriker vor einer Notleuchte mit schwacher Batterie stehst, willst du sie selten komplett zerlegen, nur um zu sehen, welcher Akku drinsteckt. Die Herstellerangabe auf dem alten Akkupack, kombiniert mit den vier Kernwerten des Akkus, reicht in den meisten Fällen für eine sichere Bestellung.

Ein paar Rahmenbedingungen entscheiden mit, ob der neue Akku wirklich passt und wie lange er halten muss:

  • NiCd-Akkus bleiben in der EU nur für Notbeleuchtung, Alarmanlagen und Medizintechnik als Sonderfall erlaubt.
  • Die Nennbetriebsdauer liegt laut DIN EN 1838 meist bei mindestens 60 Minuten, in Sonderbauten bis zu 8 Stunden.
  • Eine Notleuchtenbatterie muss laut EN 60598-2-22 mindestens 4 Jahre durchhalten, in der Praxis oft 2 bis 8 Jahre.
  • Im AKKUman-Sortiment kosten gängige Notleuchtenakkus zwischen etwa 11 und 80 Euro, je nach Spannung und Kapazität.

Welche Akkutypen und Spannungen stecken in Notleuchten?

Notleuchten für Einzelbatteriesysteme laufen praktisch immer mit Nickel-Cadmium- oder Nickel-Metallhydrid-Zellen, verschaltet zu Spannungen zwischen 2,4V und 12V. Am häufigsten begegnen dir 3,6V- und 4,8V-Packs, daneben auch 6V, 7,2V, 9,6V und 12V, je nachdem, wie viele Zellen die Ladeelektronik der Leuchte verschaltet.

Eine einzelne NiCd- oder NiMH-Zelle liefert rund 1,2V. Drei Zellen in Reihe ergeben deshalb 3,6V, vier Zellen 4,8V und zehn Zellen 12V. An der Spannung auf dem Etikett kannst du also direkt ablesen, wie viele Zellen drinstecken.

Als Einzelzelle findest du dafür AA (Mignon), Sub-C, C (Baby) oder D, meist zu Stabpacks mit ein bis fünf Zellen zusammengefasst. Eine Sub-C-Zelle misst rund 23 x 43 Millimeter, größer als eine AA-Zelle, aber kleiner als eine C-Zelle.

Beim Anschluss gibt es drei gängige Varianten: ein offenes Kabel mit blanken Enden, ein Faston-Flachstecker in 2,8, 4,8 oder 6,3 Millimeter Breite, oder ein bereits konfektioniertes Steckerkabel, das direkt in die Leuchtenelektronik passt. Willst du einen Akku aus Einzelzellen selbst zusammenlöten, bekommst du diese meist mit angeschweißter Lötfahne.

Notleuchtenakkus in dieser Form gelten für Einzelbatterie-Leuchten, bei denen jede Leuchte ihren eigenen Akkupack trägt. Zentralbatterie-Anlagen versorgen dagegen mehrere Leuchten aus einer gemeinsamen Batterieanlage, hier betrifft ein Akkuwechsel fast immer nur die zentrale Anlage selbst.

Welche Spannung, Bauform und welcher Ersatzakku in der Praxis zusammengehören, zeigt die folgende Übersicht:

Spannung Typische Bauform Beispielprodukt bei AKKUman.de Preis ca.
3,6V 3 Zellen AA, Faston oder Kabel 3,6V 0,9Ah NiCd für Schrack NLK4U003 14,95 €
4,8V 4 Zellen AA, NiMH 4,8V 2000mAh NiMH AA Mignon 15,95 €
6V 5 Zellen Stab, Kabel 6V 4000mAh NiCd Stab, 20 cm Kabel 34,95 €
7,2V 6 Zellen Sub-C, Faston 7,2V 2500mAh NiMH Sub-C, Faston 37,95 €
12V 10 Zellen, Kabel 30 cm 12V 800mAh NiMH, 3+4+3-Konfiguration 30,95 €

Wie bestimmst du in vier Schritten den passenden Ersatzakku?

Der schnellste Weg zum passenden Ersatzakku führt über Hersteller und Artikel- oder Referenznummer, die auf dem alten Akku oder direkt an der Leuchte steht, meist als REF, Art.-Nr. oder P/N gekennzeichnet. Findest du diese Angabe nicht mehr oder ist sie verblasst, ermittelst du die vier wichtigsten Werte selbst.

  1. Spannung ablesen: Prüfe den Aufdruck auf dem Akkupack, etwa 3,6V oder 4,8V, oder zähle die Zellen und rechne mit 1,2V pro Zelle.
  2. Technologie bestimmen: NiCd, NiMH, Li-Ion oder LiFePO4 steht meist direkt auf dem Etikett und sollte zur Ladeelektronik der Leuchte passen.
  3. Kapazität in mAh notieren: Ein Wert wie 800mAh oder 1.500mAh zeigt, wie lange die Notleuchte im Ernstfall durchhält.
  4. Bauform, Anschluss und Polung prüfen: Maße, Faston-Breite oder Kabellänge und die Position des Pluspols müssen zum Leuchtengehäuse passen.
Gut zu wissen: Kennzeichnungen wie REF 123456, Art.-Nr. 987-65 oder P/N XY-100 meinen dasselbe, nämlich die eindeutige Referenznummer, mit der Hersteller und Fachhändler den passenden Ersatzakku identifizieren.

Ein Ersatzakku mit etwas höherer Kapazität bei gleicher Spannung und Technologie funktioniert in aller Regel ohne Anpassung, weil die Leuchte einfach länger nachladen kann. Ein Wechsel der Technologie, etwa von NiCd auf NiMH, lohnt sich nur, wenn die Ladeelektronik der Leuchte dafür ausgelegt ist. Willst du eine alte Batterie vor dem Einbau extern nachladen oder Zellen auf Vorrat geladen bereithalten, findest du das passende Ladeteil je Zellchemie im Ratgeber Akku-Ladegerät kaufen: der passende Lader je Akkutyp.

Wie lange muss die Notbeleuchtung durchhalten, und wie oft wird sie geprüft?

Die DIN EN 1838 schreibt für die Sicherheitsbeleuchtung eine Mindestbetriebsdauer von in der Regel mindestens einer Stunde vor. In Hochhäusern, Krankenhäusern oder großen Verkaufsstätten verlangt die Norm bis zu 3 oder sogar 8 Stunden Nennbetriebsdauer.

Ergänzend legt die DIN EN 50172 (VDE 0108-100) drei gestaffelte Prüfungen fest: täglich eine kurze Sichtkontrolle der Betriebsanzeigen, monatlich einen simulierten Netzausfall zur Funktionsprüfung und jährlich einen vollständigen Test über die komplette Nennbetriebsdauer durch eine Fachkraft. Jede dieser Prüfungen gehört ins Prüfbuch der Anlage.

Wie lange eine Notleuchte tatsächlich durchhält, hängt direkt von der Kapazität des eingebauten Akkus ab. Was die Angabe in mAh für die reale Laufzeit bedeutet, erklären wir ausführlich im Ratgeber mAh bei Akkus: Was die Kapazität für die Laufzeit heißt.

Wann muss der Notleuchtenakku ausgetauscht werden?

Nach EN 60598-2-22 muss die Batterie einer Einzelbatterie-Notleuchte unter normalen Bedingungen mindestens 4 Jahre halten. Mehrere Hersteller nennen in ihren Bedienungsanleitungen exakt diese 4 Jahre als verbindliches Wechselintervall.

In der Praxis schwankt die tatsächliche Lebensdauer je nach Temperatur, Zyklenzahl und Herstellerangabe zwischen etwa 2 und 8 Jahren. Die 4 Jahre aus der Norm sind dabei als Mindestwert zu verstehen, viele Hersteller kalkulieren in ihren Wechselintervallen bewusst konservativ.

Vier Anzeichen zeigen dir, dass ein Wechsel überfällig ist:

  • Zu frühes Abschalten: Die Leuchte erreicht im Test nicht mehr die vorgeschriebene Nennbetriebsdauer, zum Beispiel keine volle Stunde.
  • Dauerhafte Fehleranzeige: Eine rote oder blinkende LED signalisiert einen Ladefehler oder eine defekte Zelle.
  • Sichtbare Schäden: Aufblähung, Verfärbung oder Auslaufen am Akkugehäuse sind eindeutige Wechselgründe.
  • Alter über 4 Jahre: Auch ohne akute Symptome lohnt sich ab diesem Punkt ein vorsorglicher Austausch.

Steckt der Akku in einer fest installierten gewerblichen Notleuchte, ist der Wechsel Aufgabe einer Elektrofachkraft oder erfolgt unter deren Anleitung und Aufsicht, weil es sich laut DGUV Vorschrift 3 um Arbeiten an einer ortsfesten elektrischen Anlage handelt.

Praxis-Faustregel: Plane den Akkuwechsel spätestens nach 4 Jahren fest ein, unabhängig davon, ob die Leuchte im Test noch die volle Nennbetriebsdauer erreicht. Ältere Zellen verlieren Kapazität schleichend, oft fällt das erst beim jährlichen Volltest auf.

Was kostet ein 3,6V-Akku für Notleuchten, und wann lohnt sich eine Sonderkonfektion?

In der 3,6V-Kategorie für Notleuchten bei AKKUman.de liegen gängige NiCd- oder NiMH-Packs zwischen rund 11 und 21 Euro, je nach Kapazität und Bauform. Andere Spannungsklassen wie 4,8V bis 12V reichen im gesamten Sortiment bis knapp 80 Euro, das ist ein Richtwert aus dem eigenen Shop, denn belastbare einheitliche Preisstatistiken für die gesamte Branche gibt es dafür nicht.

Ein 3,6V-Pack mit 800mAh NiCd, wie es häufig RZB-Leuchten ersetzt, liegt bei 12,95 €. Ein 3,6V-Pack mit 1,5Ah NiMH kostet 20,95 €, weil mehr Kapazität mehr Zellmaterial bedeutet.

Bei 4,8V liegt ein Standard-AA-Pack mit 2000mAh NiMH bei 15,95 €. Eine Sonderkonfektion mit 4/5-Sub-C-Zellen und JST-XHP-Stecker für dieselbe Spannung beginnt bei 27,95 €, weil Zellform und Steckerkonfektion individuell gefertigt werden.

Nach oben wird es teurer, je mehr Spannung und Kapazität du brauchst. Ein 6V-Pack mit 4Ah NiCd kostet 34,95 €, ein 7,2V-Pack mit 2,5Ah NiMH und Faston-Anschluss liegt bei 37,95 €. Für größere Rettungszeichen-Leuchten kostet ein 12V-Akkupack mit 800mAh NiMH 30,95 €.

Wenn du im Sortiment Bezeichnungen wie „passend für Schrack NLK5U003SC" oder „Ersatz für ABB 11190038V-55" siehst, findest du bei AKKUman.de genau für solche Spezialfälle das passende Teil, egal ob du Faston, Kabel oder einen fertigen Stecker brauchst.

NiCd, NiMH oder LiFePO4: Was gilt beim Wechsel und der Entsorgung?

NiCd-Akkus dürfen in der EU wegen ihres Cadmiumgehalts grundsätzlich nicht mehr verkauft werden. Für Notbeleuchtung, Alarm- und Sicherheitssysteme sowie Medizintechnik gilt jedoch eine gesetzliche Ausnahme nach §3 Abs. 2 Batteriegesetz.

Der Verkauf ist nur unterhalb eines Cadmiumgrenzwerts von 0,002 Gewichtsprozent erlaubt. Genau deshalb tauchen NiCd-Notleuchtenakkus im Sortiment weiterhin ganz legal auf, während NiCd-Zellen für andere Anwendungen längst vom Markt verschwunden sind. NiMH gilt als cadmiumfreie Alternative und gewinnt an Bedeutung, sobald Leuchten ohnehin neu bestückt werden.

Sonderfall Notbeleuchtung: NiCd bleibt EU-weit fast nur noch in drei Bereichen erlaubt, nämlich Notbeleuchtung, Alarmsysteme und Medizintechnik. In allen anderen Anwendungen wurde die Technologie längst durch NiMH oder Lithium-Zellen ersetzt.

In neueren Leuchten setzen Hersteller zunehmend LiFePO4-Zellen ein, etwa in der Schrack-Baureihe KMU/KMB/KSC/ZAW mit 600mAh oder 3000mAh je nach benötigter Lichtstärke. Bei AKKUman.de findest du dafür zum Beispiel den 3,2V-LiFePO4-Akku mit 1,5Ah als Ersatz für die Schrack-Steuerungen NLK2U013SC und NLK3U013SC.

Alte NiCd-Akkus dürfen wegen des enthaltenen Cadmiums auf keinen Fall in den Hausmüll. Das Batteriegesetz verpflichtet jede Verkaufsstelle zur kostenlosen Rücknahme, praktisch läuft das meist über Sammelstellen des Rücknahmesystems GRS Batterien.

Vom jährlichen Pflichttest zum bestellten Ersatzakku

Beim jährlichen Volltest läuft die Leuchte ohnehin über die komplette Nennbetriebsdauer. Genau da siehst du am besten, ob der Akku noch mitmacht, und kannst bei der Gelegenheit gleich die Werte für einen möglichen Ersatz notieren, bevor die Notleuchte im Ernstfall tatsächlich versagt.

Wer nicht mehr sicher ist, welche Werte am alten Akku stehen, macht am einfachsten ein Foto vom Etikett samt Referenznummer und vergleicht Spannung, Kapazität, Bauform und Anschluss direkt mit dem Sortiment auf AKKUman.de. Das dauert wenige Minuten und verhindert eine Fehlbestellung, die im Zweifel eine weitere Wartezeit bis zur nächsten Prüfung bedeutet. Da 3,6V die am häufigsten verbaute Spannung ist, lohnt sich für die meisten Einzelbatterie-Leuchten der erste Blick direkt in die 3,6V-Kategorie für Notleuchten bei AKKUman.de.

Häufige Fragen zu Akkus für Notbeleuchtung

Wie lange muss eine Notleuchte im Test brennen?

In der Regel mindestens 60 Minuten, weil die DIN EN 1838 für die meisten Gebäude eine Nennbetriebsdauer von einer Stunde vorschreibt. In Hochhäusern, Krankenhäusern oder großen Verkaufsstätten kann die vorgeschriebene Zeit auf bis zu 3 oder 8 Stunden steigen. Wie lange deine Leuchte tatsächlich durchhalten muss, steht in der Baugenehmigung oder im Prüfbuch der Anlage.

Darf ich den Akku einer Notleuchte selbst wechseln?

Nein, bei fest installierten gewerblichen Notleuchten übernimmt das laut DGUV Vorschrift 3 eine Elektrofachkraft oder jemand unter deren Aufsicht. Bei steckerfertigen Einzelgeräten ohne feste Elektroinstallation lässt sich der Akku dagegen oft in Eigenregie tauschen, wenn Spannung, Technologie, Kapazität und Anschluss exakt zum Original passen.

Woran erkenne ich, dass der Notleuchtenakku ausgetauscht werden muss?

Meistens verrät es sich im Testbetrieb: Die Leuchte schaltet zu früh ab, eine LED zeigt dauerhaft rot oder blinkt, oder das Gehäuse ist aufgebläht, verfärbt oder ausgelaufen. Erreicht die Leuchte im jährlichen Volltest die vorgeschriebene Nennbetriebsdauer nicht mehr, ist der Wechsel unabhängig vom Alter fällig.

Kann ich einen NiCd-Akku durch einen NiMH-Akku ersetzen?

Ja, solange Spannung und Kapazität zum Original passen und die Ladeelektronik der Leuchte für NiMH-Zellen ausgelegt ist. Ist die Ladeschaltung fest auf NiCd programmiert, bleibt die ursprüngliche Technologie die sicherere Wahl, um Über- oder Unterladung zu vermeiden.

Wohin mit dem alten Notleuchtenakku?

Zu einer Sammelstelle für Altbatterien, etwa im Handel oder auf dem Wertstoffhof, denn NiCd-Akkus enthalten giftiges Cadmium und gehören nicht in den Hausmüll. Das Batteriegesetz verpflichtet jede Verkaufsstelle zur kostenlosen Rücknahme, unabhängig davon, wo du den Akku ursprünglich gekauft hast.

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